Social goes Mobile – Warum Social allein längst nicht mehr genug ist

Dass Social Media aus Marketing und Kommunikation nicht mehr wegzudenken sind, darüber herrscht denke ich Einigkeit. Hier und dort sieht man, insbesondere im Mittelstand und bei kleineren Firmen, noch immer oft die Einstellung: “Ja, machen wir, weil man muss ja heutzutage auf Facebook sein, … aber kosten darf es nix und Zeit ha’m wir eigentlich auch nicht dafür”. Dementsprechend bleiben diese lieblos nebenher bespielten Kanäle weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Während einige KMUs also noch oft Social Media Postings mit Link zu ihren Pressemitteilungen als notwendiges Übel „miterledigen“, geht es anderenorts längst in die nächste Dimension der Kommunikation: Der Siegeszug von Mobile Messengern (WhatsApp, WeChat, Line) und das weiterhin rasante Wachstum von Angeboten wie Instagram oder Snapchat, die ja vor allem auf die mobile Nutzung ausgelegt sind, zeigen eines ganz deutlich: An einer Beschäftigung mit dem Thema „Mobile“ kommt niemand mehr vorbei.

Die mobile Kommunikation stellt auch große Unternehmen noch vor viele neue Herausforderungen, auch wenn diese im professionellen Einsatz von Social Media schon sehr weit sind und virtuos die Kanäle in Einklang mit den übergeordneten Kommunikations-, Marketing- und Unternehmenszielen bespielen.

Social goes Mobile – Status Quo der mobilen Kommunikation
buch-cover-1000x-v3-1Heike Scholz hat schon Ende letzten Jahres das Buch “Social goes mobile – Kunden gezielt erreichen” herausgegeben, in dem sie 14 Experten zu verschiedenen Schwerpunktthemen zu Wort kommen lässt. Herausgekommen ist ein toller Überblick über verschiedenste Aspekte der mobilen Kommunikation. Es werden sowohl einzelne Tools und Anwendungsbeispiele vorgestellt als auch rechtliche und strategische Aspekte behandelt.

Die 14 Fachautoren verfolge ich großenteils schon lange online und wusste also, dass mich hier Substanz und tiefes Wissen aus verschiedenen Blickwinkeln erwartete. Natürlich kann ein Buch, dass so viele verschiedene Aspekte der mobilen Kommunikation abdeckt, nicht immer in allen Bereichen stark in die Tiefe gehen. Ich kann jedoch sagen, dass jeder der Autoren Experte in seinem Schwerpunktthema ist und man neben einem tollen Überblick zahlreiche Tipps für weiterführende Infos an die Hand bekommt.

Zum Inhalt
Social Goes Mobile“ teilt sich in drei große Themenbereiche. In “Märkte, Strategie und Recht” geht es um übergeordnete Fragestellungen, die generelle Einordnung und Rahmenbedingungen. In “Plattformen, Inhalte, Services” werden verschiedene Social-Media-Plattformen in einzelnen Beiträgen gesondert beleuchtet, beispielsweise gibt Jan Firsching Tipps für erfolgreiches Marketing auf Instagram und Björn Tantau bringt uns das Livestreaming mit Periscope, Meerkat und Co. näher.

Im dritten Teil “Management, Marketing, Kontrolle” geht es etwas technischer und zahlenlastiger zu: Die Relevanz von Mobile und Social für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird hier ebenso thematisiert wie die Auswahl geeigneter KPIs (Key Performance Indicators), um den Erfolg des eigenen Engagements zu messen.

Lesen!
Dieses Buch ist etwas für jeden, der beruflich mit den Themen Marketing und Kommunikation befasst ist, und zwar nicht nur für Social Media- oder Community Manager. Wie immer wünsche ich mir, dass mehr Führungskräfte und Entscheider das Buch lesen! Die sind zwar im Tagesgeschäft eher nicht mit Snapchat oder dem Einsatz von Periscope zum Livestreaming betraut, aber bestimmen die Strategie und die Ressourcen, die in diese Themen gesteckt werden. “Social Goes Mobile” lädt zum Stöbern ein, man kann die einzelnen Beiträge unabhängig voneinander lesen, und so häppchenweise sein Verständnis für die neuen Herausforderungen vertiefen.

Danke an Heike Scholz für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Eine Leseprobe gibt es übrigens bei Amazon.

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