„Think Content“ von Miriam Löffler – Content-Strategie, Content Marketing, Texten fürs Web

Dass Content Marketing in 2014 ein großes Thema sein wird, dessen bin ich mir sicher. Wie auch bei „Social Media“ generell gibt es wieder viele, die auf diesen vermeintlichen Hype-Zug aufspringen, was aber ja der Bedeutung dieses Themas – wenn professionell umgesetzt – keinen Abbruch tut.

Schon vor etwa zwei Monaten habe ich das Buch Think Content“ von Miriam Löffler aus dem Galileo-Verlag zur Lektüre bekommen. Heute bin ich endlich soweit, dass ich ein qualifiziertes Feedback hierzu abgeben kann. „Think Content“ ist auf dem deutschen Markt tatsächlich das erste Buch über das Thema „Content-Strategie und Content Marketing“, aber ganz sicher nicht das letzte.

Umfassendes Werk mit Blick über den Tellerrand

Think Content von Miriam LöfflerDie Autorin Miriam Löffler ist schon seit 1998 im Online-Bereich tätig und der ständige Blick über den Tellerrand der verschiedenen Bereiche Strategie, Umsetzung, SEO, Webtexten, Webseitengestaltung etc. wird in jeder Zeile des Buches deutlich.

Das Besondere an „Think Content“ ist die Aufteilung in drei große Themenbereiche: Content-Strategie, Content-Marketing sowie „Texten fürs Web“. Alle drei Disziplinen müssen beherrscht und miteinander kombiniert werden, damit ein Content-Stratege mit Team das Beste für seinen Auftraggeber/ seine Firma herausholen kann.

Content-Strategie

Im ersten Teil des Buches geht es um den gesamten Bereich Strategie. Was ist überhaupt eine Content-Strategie? Welche großen Stolpersteine gilt es inbesondere beim Web-Content zu vermeiden? Wie führe ich ein Content-Audit durch, und wieso ist das überhaupt notwendig? Wie manage ich Content im beruflichen Alltag? Welche Mitarbeiter müssen in den Prozess involviert werden? Miriam Löffler beschreibt die verschiedenen Prozesse praxisnah und Einsteiger in die Materie dürfen sich über zahlreiche Vorlagen zum Beispiel für die Niederschrift der Anforderungen an Content-Konzepte, für Redaktionspläne, für’s Monitoring etc.freuen.

Content-Marketing

Im zweiten Teil von „Think Content“ geht es dann ans Eingemachte:  Wer ist eigentlich meine Zielgruppe, und wie kann ich diese bestmöglich mit meinen Inhalten erreichen? Wie finde ich Content-Ideen und welche Rolle spielt das Storytelling im Content Marketing? Welche Content-Formate und Kommunikationskanäle gibt es überhaupt, und wann setze ich was ein? Abschließend werden zahlreiche Best Practices vorgestellt, darunter zum Beispiel Coca-Colas Strategie „Content 2020“ und das Content-Marketing von Red Bull. Den Bereich „Praxisbeispiele“ finde ich an Fachbüchern immer besonders spannend, und hier gibt es direkt 50 Seiten am Stück davon. ;)

Texten fürs Web

Dass Texte, die fürs Web gedacht sind, anders geschrieben werden als solche zum Beispiel für Printpublikationen etc., ist heute kein Geheimnis mehr. Tipps und Tricks für gute Webtexte, Online-Tools für Texter und die Bereiche SEO und Online-PR gibt es im dritten Teil von „Think Content“. Hierbei legt Miriam Löffler natürlich den Fokus auf Texte für den Online-Bereich, gibt aber auch viele Tipps, wie gute Texte (die z.B. verkaufen sollen) generell aussehen, auch im Printbereich.

Fazit

„Think Content“ hat als erstes deutschsprachiges Buch zu Content-Strategie und Content Marketing die Latte ziemlich hoch gehängt und nachfolgende Bücher zum Thema werden sich insofern hieran messen lassen müssen. Ich kann die Lektüre jedem Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen ans Herz legen, um die Mechanismen hinter dem ganzen Thema Content, Inbound Marketing etc. verstehen und einordnen zu können. Nicht jeder wird natürlich operativ an der Umsetzung dieser Themen arbeiten, aber auch ein Marketingleiter sollte die Bedeutung dieses Themas im Jahr 2014 und darüber hinaus erkennen.

Hier gibt es übrigens eine kostenlose Leseprobe als pdf.

6 Gedanken zu „„Think Content“ von Miriam Löffler – Content-Strategie, Content Marketing, Texten fürs Web

  • Danke, Michaela, für den Review. Ich habe das Buch seit ein paar Tagen und erst einmal quergelesen. Es hat absolut das Zeug zum Standardwerk.

    Bisher habe ich das Thema meinen Kunden gegenüber mit dem Rat „Schreiben Sie einzigartige Texte, die hilfreich für Ihre Zielgruppe sind“ zusammengefasst. Alles, was wir bisher aus Blogs und von BarCamps zu Content-Marketing wissen, nun strukturiert und differenziert vorliegen zu haben, ist sehr nützlich, damit wir unsere Arbeit in dem Bereich weiter professionalisieren können.

    Außerdem: „Texten fürs Web“ und Grundlagen guter Schreibe im Allgemeinen kann man gar nicht oft genug lesen (und lehren). :-)

  • Die Rezension weckt auf jeden Fall Interesse an dem Buch. Nur ein Punkt ist nicht schlüssig: Erst im zweiten Absatz wird die Frage nach der Zielgruppe gestellt. Das Festlegen der Zielgruppe(n) ist allerdings eine strategische Entscheidung, gehört also nach vorn und nicht in die Taktik.

    • Sehr geehrter Herr Schäfers,
      selbstverständlich haben Sie recht: Das Festlegen der Zielgruppe sollte immer an erster Stelle der Überlegungen stehen. Ich habe mich beim Buchaufbau indes bewusst dafür entschieden, das Zielgruppen-Kapitel in den Content-Marketing-Part einzubauen – gerade weil das Thema so wichtig ist: Ich bin davon ausgegangen, dass im Rahmen der aktuellen Trend-Diskussion der Abschnitt „Content-Marketing“ von den Lesern wesentlich stärker wahrgenommen würde als der Content-Strategie-Part. Außerdem wollte ich mich (als Anhängerin der amerikanischen Definition von Content-Strategie) im ersten Abschnitt des Buches auf die vier Säulen konzentrieren, die im Rahmen einer Web-Content-Strategie aufgebaut werden müssen.

      Bereits im ersten Buchteil verweise ich immer wieder auf das Zielgruppen-Kapitel, sodass die Leser von Anfang an für das Thema sensibilisiert werden.
      Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Ihrer Content-Arbeit!
      Miriam Löffler

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