Es ist ein Blogstöckchen!

Blogstöckchen werden momentan gefühlt sehr viele geworfen. Endlich habe ich auch mal eines aufgefangen, das der liebe Christian mir zuwarf. Hier also mein Versuch der Beantwortung der Fragen, die er mir dabei gestellt hat:

Welche Timeline checkst du am frühen Morgen, gleich nach dem Aufwachen, als erstes; und warum?

Als erstes checke ich morgens meine emails und den RRS-Reader. Direkt danach folgt Twitter. Mit meiner Liste „The Social Mettwork“ sehe ich, was im Twitter-Universum bzw. meiner „Filterblase“ vor sich geht. Mit meinen anderen, teils nicht-öffentlichen Listen screene ich die Landschaft nach weiteren für mich relevanten Artikeln und Themenbereichen, die in mein Pocket wandern, um dort später gelesen zu werden.

Bei Facebook wird natürlich auch vorbeigeschaut, aber eher nicht, um dort die Timeline von oben bis unten durchzulesen.

In welchen Situationen steigt dein Blutdruck merklich beim Blick auf den Bildschirm?

Zu dieser Frage fiel mir spontan erstmal nichts ein, was nicht wie Trollkommentare und Hetze total offensichtlich wäre. Natürlich steigt da mein Blutdruck!

Dann passierte aber etwas, was meinen Blutdruck ebenfalls zum Anschwellen brachte: Ich bekam eine email mit dem Betreff „XY empfiehlt Dir diesen Artikel auf YZ.“ Was mich aufregt: Menschen, die an verschiedenen Ecken und Enden meine email-Adresse in Felder in diesem Internet eingeben. Manchmal möchte ich ihnen gern „copy & paste“ erklären und dass sie mir auch einen Link direkt an meine mail-Adresse schicken können. Es ärgert mich, wenn andere mit meinen Daten so freigiebig sind. Das lässt sich übrigens auch problemlos in die analoge Welt übertragen, z.B. wenn jemand einfach ungefragt meine Handynummer weitergibt.

Kannst du einen deiner schönsten Momente beschreiben, die das Netz dir geboten hat?

friendsWillBeFriendsMein allererstes Treffen mit Twitteren vor mittlerweile 4 Jahren zählt bis heute noch zu den schönsten Erlebnissen, und ich habe schon an anderer Stelle einmal darüber geschrieben. Ich möchte diesen Tag nicht missen und bin überzeugt, wäre er anders gelaufen, wären auch die vergangenen 4 Jahre nicht so gekommen, wie sie gekommen sind.

Ganz abgesehen davon, dass durch dieses Netz echte Freundschaften entstanden sind!

Ich finde es toll, wenn man dann mit liebgewonnenen Menschen aus ganz Deutschland für eine #Hachzeit zusammenkommt oder man über die Jahre miterlebt, wie es auf einmal ganz viele „Barcamp-Babies“ gibt. „Familientreffen“ mag sich kitschig anhören, ist aber trotzdem wunderschön und trifft es irgendwie – sowohl bei Barcamps als natürlich auch bei der republica.

Was verschiebst du am häufigsten bis zur endgültigen Deadline?

Ich muss gestehen, manchmal treibt ich der Perfektionismus dazu, eigentlich fertige Blogartikel hier im Blog noch eine Zeitlang vor mir herzuschieben, bis ich sie veröffentliche. Manche fertig geschriebenen Artikel finden gar niemals ihren Weg in die Öffentlichkeit. Besonders tückisch ist, dass man die „Deadline“ hier eigenmächtig immer wieder nach hinten verschieben kann. Diesen „Luxus“ leiste ich mir aber nur hier im privaten Blog, denn hier bin ich selbst mein größter Kritiker.

Du triffst einen Follower zum ersten Mal im richtigen Leben. Was geht dir durch den Kopf?

Ich habe es schon vor Längerem einmal beschrieben, dass ich es total faszinierend finde, wie gut man einen Menschen schon allein durch längeres Lesen seiner Status-Updates bei Facebook, Twitter etc. einschätzen kann. Ich habe bisher noch nie die Erfahrung gemacht, dass mir ein Twitterer, dem ich schon seit einiger Zeit folge, beim ersten Real-Life-Treffen plötzlich unsympathisch gewesen wäre! Vielmehr hat sich der über den längeren Zeitraum online gewonnene Eindruck bestätigt und oft noch über die Erklimmung der nächsten Stufe, der Begegnung im Real Life, eine neue Qualität erhalten.

Nur noch 1 Prozent Akku-Leistung? Was tust du?

Ganz ehrlich, so etwas passiert mir in der Regel nicht. Ich war mal bei 4% Akku und war schon recht nervös dann. Diese Art von Nervenkitzel brauche ich nicht! *g* Seit ich mein Nexus 7 habe, habe ich sogar immer zwei internetfähige Devices bei mir. Da kann dann eigentlich nix mehr schiefgehen.

Welche eigentlich ganz einfache Aufgabenstellung im Haushalt hast du zuletzt gesuchmaschint?

Wenn ich Lebensmittel einkaufe, mache ich das manchmal recht spontan. Letztens lachte mich, warum auch immer, der Bio-Fenchel an. Da ich noch nie im Leben etwas mit frischem Fenchel gekocht habe, musste Dr. Google mir dann erstmal mit einem schönen Rezept für „überbackenen Fenchel mit Feta-Käse“ aushelfen.

Deine drei #Hashtags sind?

#Serienjunkie #DigitaleKommunikation #SocialMedia

Bei Vorstellungsrunden auf Barcamps kann es spontan vorkommen, dass einer der Hashtags durch einen akut wichtigeren wie zum Beispiel #Kaffeedurst ersetzt wird.

Was wünscht du dir am meisten im Netz, was es noch nicht gibt?

Hier ist mir auch nach längerem Nachdenken nichts eingefallen, denn es gibt im Netz fast nichts, was es nicht gibt. Um diesen Blogartikel mal fertig zu bekommen, bleibe ich also die Beantwortung dieser Frage schuldig,

Digitale Beziehung? Geht das?

Ich frage mich gerade, was das sein soll, eine „digitale Beziehung“. Jetzt mal ganz unabhängig davon, ob es um eine Liebesbeziehung oder um eine freundschaftliche Beziehung geht, ist doch eine Beziehung nie nur rein digital, sondern es geht immer um das Zwischenmenschliche.

Eine Fernbeziehung oder eine Wochenendbeziehung, wo man sich unter der Woche nicht sieht, kann auch eine digitale Beziehung nach meinem Verständnis sein: Hier würde man dann halt die Phasen, in denen man sich nicht sehen kann, mit digitalen Mitteln zu überbrücken versuchen, sei es mit Skype oder Google Hangouts, durch Facebook, Twitter etc. Aber auch in diesem Setup ist für mich die „digitale Beziehung“ nur ein klitzekleiner Teil der Beziehung als solches. Die digitalen Möglichkeiten helfen Grenzen zu überwinden, aber sie machen nicht die Beziehung aus.

Ich habe auch schon von Menschen gehört, die das anders sehen; Menschen, die sich ineinander verliebt haben, ohne sich jemals gesehen zu haben. Für mich erschließt sich das nicht, aber ich wäre natürlich neugierig, mehr darüber zu erfahren.

Wie es sich für ein Blogstöckchen gehört, soll ich dieses nun auch weiterwerfen. Eigentlich möchte ich aber gern nur nochmal Christians letzte Frage genauer beantwortet haben: „Digitale Beziehung – geht das?“.  Hier würden mich besonders die Meinungen von Katja und Stefan  interessieren. #ausGründen

 

Ein Gedanke zu „Es ist ein Blogstöckchen!

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