Fünf Gründe, wieso wirklich jeder mindestens einmal im Leben ein Barcamp besuchen sollte

Stefan Evertz hat auf cortex digital eine Blogparade mit dem Titel „Mein erstes Barcamp“ ins Leben gerufen. Viele Blogger sind seiner Aufforderung schon gefolgt und haben von ihren ersten  Barcamp-Erlebnissen berichtet.

Sessionplan beim Düsseldorfer Videocamp

Sessionplan beim Düsseldorfer Videocamp

Mein erster Barcamp-Besuch war der des  Barcamp Ruhr 5 in Essen. Das Barcamp Ruhr ist legendär, brechen doch bei der Ticketvergabe regelmäßig alle Server zusammen und sind die heißbegehrten Plätze innerhalb von Sekunden vergriffen. Das Barcamp Ruhr im Essener Unperfekthaus hat also für mich schon beim ersten Mal Barcamp-Maßstäbe gesetzt. Und was für welche! An diesem Wochenende im Frühjahr 2012 war einfach alles perfekt: Die Sonne schien, das Essen war grandios, die Leute toll und die Sessions allesamt sehr lehrreich!

Ich habe seitdem noch einige weitere Barcamps besucht, zum Beispiel das Gpluscamp rund um Google+ und als Mehrfachtäterin das Videocamp in Düsseldorf rund ums Thema Bewegtbild, also insbesondere Youtube. Jedes Barcamp hat mir einen besonderen Mehrwert gebracht.

Ich möchte das gern zum Anlass nehmen, einmal aufzuschreiben, wieso ich denke, dass jeder mindestens einmal in seinem Leben ein Barcamp besucht haben sollte.

Darum sollte jeder das Format „Barcamp“ mindestens einmal ausprobieren

  1. Man lernt viele neue Leute kennen, die sich beruflich oft in ähnlichen Gewässern tummeln. Man erweitert ungezwungen sein Netzwerk und die eigene Twitter-Timeline wird lebendig. Der Austausch mit Branchenkollegen ist toll für den Blick über den Tellerrand.
  2. Man hat die freie Auswahl aus mehreren parallel laufenden Sessions, ganz nach den eigenen Interessen und aktuellen Informationsbedürfnissen. Egal, ob man etwas über Storytelling, Blogger Relations, den Google Author Rank oder Online-PR in der Praxis lernen will, oder ob man einfach mit anderen die neuesten ifttt-Rezepte austauschen möchte, – hier ist sicher für jeden etwas dabei.
  3. Man nimmt viel neues Wissen und unglaublich viele neue Impulse mit. So habe ich auf Barcamps schon als eine der ersten die Pebble Smartwatch in der Hand halten dürfen und ich habe sogar ein bisschen stricken gelernt. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie freigiebig Menschen auf Barcamps ihr Wissen teilen. Romy Mlinzk ist als regelmäßige Barcamp-Besucherin unter anderem eine tolle Lehrerin für den Bereich Community Management auf Facebook, von Stefan Evertz kann man stets viel zum Thema Social Media Monitoring lernen. Berthold Barth höre ich immer sehr gerne zu allem rund um Projektmanagement und agile Methoden. Alle Teilnehmer machen jedes einzelne Barcamp zu etwas Besonderem, und jeder kann etwas beitragen.
  4. Man hört spannende Geschichten aus der Praxis. Über Best Practices lernt man hier besser und aktueller als auf jeder Konferenz. Ein Beispiel waren die Einblicke in das Rotation-Curation-Projekt bei Vodafone mit dem Twitter-Account @being_vodafone, der zu diesem Zeitpunkt frisch gestartet war.
  5. Man erhält Hilfestellung und Rat für eigene berufliche Herausforderungen: Auf Barcamps finden sich viele Gleichgesinnte, die vielleicht ähnliche Situationen schon gemeistert haben. Von ihnen kann man lernen, wie sie bestimmte rechtliche Fallstricke vermieden haben und wie sie mit bestimmten Herausforderungen umgegangen sind. Ich bin bisher von jedem Barcamp mit vielen neuen Denkanstößen und frischer Motivation zurückgekehrt.

Blut geleckt? 

Die nächste Gelegenheit für einen Barcamp-Besuch bietet übrigens das Barcamp Düsseldorf, das am 12. und 13. Oktober in den Räumen von RP ONLINE stattfinden wird. Besonders freue ich mich, dass ein Barcamp-Neuling sich das ganze Treiben (wahrscheinlich/ hoffentlich inspiriert durch meine ewigen Lobhudeleien) mal anschaut. Und wer weiss, vielleicht haben wir danach noch einen weiteren Barcamp-Wiederholungstäter.

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