Von Geisterstädten, Kreislingen und ungenutzten Potenzialen – Das erste Google+ Barcamp

Sponsoren des Gpluscamp

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Viele Fragezeichen stehen selbst Digitalarbeitern noch immer im Gesicht, wenn es um den Einsatz von Google+ im Business-Kontext geht: Muss man als Unternehmen eine eigene Google+ Seite unterhalten? Braucht man eine gesonderte Content-Strategie für Google+?  Oder kann man von den Inhalten her ähnlich vorgehen wie auf der Facebook-Seite, um knappe (Personal-)Ressourcen zu sparen, zumal man ja auch noch keine aussagekräftigen Erfolgskennziffern hat? Oder reicht es für den Anfang gar, einfach nur „dabei“ zu sein, da Google+ ja im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung und den so genannten Author Rank  bei Personenprofilen immer wichtiger werden soll? Die Verunsicherung ist hier immer noch groß.

Das Social Network Google+ ist bereits im Juni 2011 live gegangen und der den Launch begleitende Hype um Google+  ist unvergessen. Auch wenn Google mit immer neuen beeindruckenden Nutzerstatistiken rund um die Google-Produkte und Google+ im Speziellen aufwartet, halten sich auch hartnäckig die Stimmen, die Google+ als Geisterstadt bezeichnen. Man hat nach wie vor den Eindruck, Google+ ist nicht Fisch nicht Fleisch. Digitalarbeiter sind sich eigentlich einig, dass Google+ tolle Features hat, durchdacht ist und auch sehr schick und aufgeräumt daher kommt. Dennoch ist es Google+ bisher immer noch nicht recht gelungen, sich als unverzichtbares Social Network und Facebook-Konkurrent für die breite Masse zu etablieren.

Das #gpluscamp

All diese Gedanken und Fragen treiben auch mich um, daher war ich sehr gespannt auf das erste Google+ Themen-Barcamp, das – organisiert von Stefan Evertz und Björn Tantau – am vergangenen Wochenende im Essener Unperfekthaus stattfand. Es war mit je rund 50 Teilnehmern an den beiden Veranstaltungstagen ein verhältnismäßig kleines Barcamp, was aber der Qualität der Sessions und Gespräche absolut keinen Abbruch getan hat!

Sessionplan_gpluscamp

Sessionplan #gpluscamp

Die Themen der Sessions rund um das Google-Netzwerk waren abwechslungreich und breit gefächert. Besonders großes Interesse gab es bei den Google+ Hangouts und Hangouts on Air, hier gab es gleich mehrere Sessions. Weitere spannende Einblicke – teils in Sessions, teils in Gesprächen – gab es zur Bedeutung von Google+ als Traffic-Lieferant verglichen mit Twitter und Facebook (hier holt Google+ tatsächlich auf), zu den Verzahnungen der einzelnen Google-Dienste untereinander und zu Google+ Local (ehemals Google Places). Natürlich kam auch das Thema SEO immer wieder zur Sprache, der Author Rank und die Gewichtung von sog. Social Signals wurden mehrfach thematisiert, – Tendenz: Die Thematik wird in Zukunft immer wichtiger werden, daher hat man als Autor jetzt die Gelegenheit, sich noch Early-Adopter-Vorteile zu sichern und sich bereits heute einen starken Author Rank zu erarbeiten.

Übrigens wurde auf dem Gpluscamp einstimmig beschlossen, dass die Follower bei Google+ ab sofort „Kreislinge“ heißen. Marketing ist schließlich wichtig und wir wollen ja, dass viel mehr Menschen  Google+  für sich entdecken. *g*

Was ich vom #gpluscamp mitnehme

Christian de Vries hat in der Abschluss-Session am Samstagnachmittag die positive Stimmung nach den beiden Barcamp-Tagen sehr schön zusammengefasst: Er sei mit einer Menge Fragen zum Barcamp gekommen, und habe nun nach zwei Tagen toller Sessions und Gespräche noch mehr Fragen als zuvor! Genauso habe ich es auch empfunden, im positivsten Sinne: Wir haben wieder gesehen, was Google+ alles leisten kann, wieviel ungenutztes Potenzial dort schlummert und was  für ein spannendes Feld vor uns liegt. Ich habe wieder viele Bereiche gefunden, mit denen ich mich in Zukunft näher beschäftigen will und bei denen ich eruieren möchte, inwiefern man diese bestmöglich in der eigenen Arbeit einsetzen kann. So warten wir also alle weiter auf den großen Durchbruch von Google+, von dem wir heute mehr als je zuvor überzeugt sind. Gut, dass es ein weiteres Gpluscamp geben soll!

3 Gedanken zu „Von Geisterstädten, Kreislingen und ungenutzten Potenzialen – Das erste Google+ Barcamp

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