Social Media in der internen Kommunikation – Rezension

Im März ist der Sammelband „Social Media in der internen Kommunikation“ bei der scm (school for communication and management) erschienen. Nachdem bereits im Mai letzten Jahres mit dem Sammelwerk „Social Media in der Unternehmenskommunikation“ zahlreiche Fachartikel über die externe Kommunikation mit Social Media erschienen sind, war es nur konsequent, sich im Folgenden auch mit den Einsatzmöglichkeiten, Herausforderungen, Gefahren aber vor allem auch Chancen von Social Media für die interne Kommunikation zu beschäftigen.

Ergebnis ist ein umfassendes Sammelwerk von 29 Autoren, die Theorie und Praxisbeispiele zum Einsatz von Social Media in der internen Unternehmenskommunikation gekonnt miteinander verweben.

Das Buch gliedert sich in drei große Teile: eine allgemeine Einführung und Bestandsaufnahme, einen Konzept-Teil sowie ein Praxiskapitel mit  Tools, Anwendungen und konkreten Best Practice Beispielen.

Bestandsaufnahme und Trends

Eingestiegen wird mit Stefan Donats markiger Anleitung „7 Regeln, wie die Einführung von Social Media im Unternehmen garantiert ein Misserfolg wird“. Donat beleuchtet hier die Fallstricke, die bei der unternehmensinternen Einführung von Social Media Anwendungen drohen; das können zum Beispiel eine schlechte Planung, schlechte Kommunikation von Zwischenschritten, Nutzungsbarrieren, ein zu hoher Planungsdetailgrad usw. sein.

Wirkungsfelder von Social Media unternehmensintern

Im zweiten Teil geht es dann um konkrete Grundlagen und Konzepte. Hier erfahren wir unter anderem, wie Social Media die Unternehmenskultur und das interne Wissensmanagement beeinflussen. Auch zeigen uns Ariana Fischer und Dr. Matthias Wagner, wie wir unsere Enterprise 2.0-Projekte anhand von aussagekräftigen Kennzahlen bewerten können.

Best Practices und konkrete Anwendungsmöglichkeiten

Der dritte Teil „Tools & Anwendungen“ ist besonders praxislastig und hat mir daher am besten gefallen. Konkret geht es z.B. darum, wie man mit der Skepsis des Managements gegenüber Social Media umgehen kann. Nadja Amireh und Anja Beckmann schildern, wie man interne mit externer Kommunikation verknüpfen kann. Beispielsweise hat Tchibo im letzten Jahr Social Media Guidelines für die eigenen Mitarbeiter in Form eines Videos herausgebracht; im Nachgang wurde dieses Video auch für die externe Kommunikation genutzt und zahlt nun zusätzlich auf das Unternehmensimage ein.

Auch Audio (Corporate Radio) und Bewegtbild erhalten jeweils ein eigenes Unterkapitel. Darüber hinaus enthält dieser Teil zahlreiche Best Practice Beiträge, beispielsweise über das BASF-interne Online-Netzwerk connect.BASF, die interne 2.0 Kommunikation bei ING-DiBa und den Einsatz eines Management-Blogs bei der T-Systems Multimedia Solutions.

Besonders gut gefällt mir an Sammelbänden mit diversen Fachautoren – wie auch dem vorliegenden Werk – , dass man als Kommunikationsverantwortlicher nicht das Buch „von vorne bis hinten“ durchlesen muss, sondern stets „mittendrin“ einsteigen und mal hier, mal dort lesen kann, – wo auch immer man gerade selbst für den beruflichen Alltag eine Hilfestellung oder Anregung benötigt.

Prädikat: lesenswert!

 

2 Gedanken zu „Social Media in der internen Kommunikation – Rezension

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