Buchrezension: „Die Ich-Marke“ von Erik Deckers und Kyle Lacy

Kurz vor Weihnachten habe ich das Buch „Die Ich-Marke – Erfolgreiches Eigenmarketing mit Social Media“ von Addison-Wesley zur Rezension bekommen. Jetzt während meines Urlaubs hatte ich endlich etwas mehr Zeit, das Buch auf Herz und Nieren zu prüfen.

Ganz allgemein geht es in dem Werk darum, wie man durch Social Media eine eigene Markenpersönlichkeit aufbauen und sich als Experte für „seine“ Themen etablieren kann. Die Autoren Erik Deckers und Kyle Lacy wenden sich zwar nicht explizit an Selbständige, ich finde jedoch, dass gerade für Selbständige, die sich und ihre Dienstleistung vermarkten und Aufträge an Land ziehen müssen, dieses Buch unheimlich wertvoll sein kann. Aber auch der „normale Angestellte“ kann viel aus diesem Buch mitnehmen, nämlich wie er sein eigenes Profil in den Social Media schärfen und sich so gleichzeitig potenzielle neue Berufschancen erschließen kann.

Zum Inhalt

Buchcover Die Ich-MarkeEingangs wird erläutert, wieso Eigenwerbung überhaupt wichtig ist, bevor dann auf die Entwicklung einer stimmigen Ich-Marke eingegangen wird. Gleich zu Anfang werden vier fiktive Charaktere mit jeweils unterschiedlichen beruflichen Ausgangssituationen vorgestellt, anhand derer im weiteren Verlauf des Buches die Möglichkeiten des Online Reputation Managements praxisnah aufgezeigt werden.

Im zweiten Teil des Buches geht es um das Thema Networking. Anhand verschiedener Tools und Networks wie Blogs, Twitter, Facebook, Xing und Linkedin wird am Beispiel unserer vier fiktiven Charaktere detailliert erläutert, wie diese zur Bildung einer starken Ich-Marke wirkungsvoll eingesetzt werden können. Jedes Unterkapitel enthält Do’s and Dont’s zu den jeweils vorgestellten Social Networks.

Auch das Thema Erfolgsmessung kommt hier natürlich nicht zu kurz: Es wird erläutert, wieso eine Erfolgsmessung überhaupt sinnvoll ist, bevor verschiedene Möglichkeiten zur Messung derselben vorgestellt werden.

Das letzte Drittel  des Buches schließlich steht ganz unter dem Stern “ Ich-Markenwerbung in der realen Welt“. Denn natürlich ist der Aufbau einer Online Reputation und die digitale Vernetzung wichtig, – diese können aber nicht das persönliche Netzwerk ersetzen. In diesem Abschnitt geht es im Einzelnen um den Besuch von Fachmessen, Konferenzen und Branchentreffen, aber auch um die Möglichkeit, u. U. eigene Publikationen bei Lokal- oder Wirtschaftszeitungen unterzubringen, um sich so als Experte für „sein“ Thema zu präsentieren.

Fazit

Man merkt wieder einmal, dass uns die Amerikaner einen großen Schritt voraus sind. Wenn man nicht gerade im Bereich Marketing, Kommunikation und Public Relations tätig ist oder zu den so genannten „Heavy Usern“ zählt, mögen einem einige der vorgestellten Tipps etwas übertrieben erscheinen. Ich glaube allerdings, dass hier auch noch ein Einstellungswandel bei der breiten Masse der Bevölkerung eintreten wird, – Social Media werden eben nicht mehr verschwinden, sondern stattdessen einen immer größeren und selbstverständlicheren Teil unseres Alltags einnehmen.

Das Buch ist sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Einsteiger finden hier detaillierte „Gebrauchsanweisungen“ für den Aufbau einer Ich-Marke und für die einzelnen sozialen Netzwerke. Fortgeschrittene können die eigene Strategie hinterfragen und gegebenenfalls nachjustieren. Da das Buch sehr ins Detail geht, werden auch Profis hier noch den ein oder anderen Tipp für sich finden können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *