Ein paar Gedanken zum „Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“

Im Rahmen der diesjährigen re:publica, die vom 13. bis 15. April in Berlin stattfand, hat Gunter Dueck, Chief Technology Officer bei IBM, einen sehr unterhaltsamen Vortrag mit dem Titel „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ gehalten. Unterhaltsam, weil toll und mit viel Witz und Ironie vorgetragen. Der tiefere Sinn jedoch war ein ernster: Dueck schilderte einige Probleme und Besonderheiten, die das Internet für unsere Gesellschaft hervorgebracht hat. Zum Beispiel stellt er die These auf, dass wir in Zukunft immer weniger wissen müssen, da wir ja das Internet und somit einen schier unbegrenzten Fundus an Informationen stets per mobile web bei uns tragen und jederzeit darauf zugreifen können.

Infolgedessen werden einerseits Arbeitsplätze vernichtet, andererseits ändert sich die Art der Arbeit. In den Schulen und Unis müsse es zukünftig also nicht mehr darum gehen, möglichst viel Wissen anzuhäufen; vielmehr müsse gelehrt werden, wie man kreativ und innovativ Ideen entwickelt und diese umsetzt. Der Umgang mit den modernen Technologien und deren zielführende Anwendung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Das Video zu Gunter Duecks Vortrag ist sehr sehenswert.

Die Thesen von Gunter Dueck mögen für manchen nicht so web-affinen Menschen etwas übertrieben und weit hergeholt klingen, aber ich kann nicht leugnen, dass mir seine Worte zu denken gegeben haben. Wer hätte schon vor 10 Jahren gedacht, dass wir das Internet heute einfach in der Hosentasche mit uns herumtragen? – Eben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *